Sabesp Aktie – Brasilianischer Wasserversorger

Cia de Saneamento Basico(SABESP) ist als Wasserversorger in Brasilien tätig, beliefert Sao Paulo mit Wasser und kümmert sich zudem um die Abwasserentsorgung für 26.7 Millionen Menschen. Das Unternehmen ist außerdem in der Konstruktion von Wasserinfrastrukturen tätig.

Doch in jüngster Zeit ist der Aktienkurs von Sabesp stark zurückgegangen, was Investoren nun als Nachkaufschance bzw. Einstiegschance nutzen könnten. Der Wasserversorger lässt bezüglich seines Geschäftsberichtes für das Jahr 2013 noch auf sich warten. Dieser wird erst am 22.03.2014 veröffentlicht. Der Finanzbericht zum ersten Quartal wird am 10.05.2014 veröffentlicht. Der starke Rückgang im Aktienkurs ist jedoch im momentanen Aktienmarkt nicht ganz gerechtfertigt. Sabesp verfügt über ein natürliches Monopol, denn 60% der Stadtbevölkerung des Staates Sao Paulo wird durch Sabesp mit Wasser versorgt. Zudem besteht ein Dienstleistungsvertrag zwischen Sabesp, der Stadtverwaltung von Sao Paulo sowie der Landesregierung, der bis 2040 bestand hat.
Sprich, bei Sabesp ist die Beständigkeit eines gesicherten Umsatzes gegeben. Das Unternehmen ist zwar auch in der Konstruktion von Wassersystemen tätig, welche unter anderem exportiert werden und somit im Falle eines aufwertenden Brasilianischen Reals(brasilianische Währung) verminderte Gewinne zu erwarten wären, jedoch macht dies nur einen geringen Anteil des Umsatzes aus.
In Zeiten eines bereits überbewerteten weltweiten Aktienmarkt, wo täglich von “Fachanalysten” neue Höchstkurse für Dax und Co. prophezeit werden, sollten Anleger im Bezug auf Aktien überlegter und gewissenhafter reagieren.
Sabesp im Vergleich zu anderen Unternehmen günstig bewertet. Mit einem KGV von 7,6 und einem KBV von 1,28 gehört der Wasserversorger definitiv zu den günstig bewerteten Aktien in diesem Umfeld.
Aber dass eine Aktie günstig bewertet ist, hat auch meistens einen Grund. Sabesp ist unter anderem aufgrund der politischen Unruhen in Brasilien im Aktienkurs gefallen. Die Demonstranten fordern nicht weiter steigende Lebenskosten, was natürlich direkt Auswirkungen auf den Umsatz von Sabesp haben würde. Zudem ist der Aktienmarkt in Brasilien noch lange nicht so weit entwickelt wie zum Beispiel in Deutschland. Die Volatilität dort ist noch deutlich höher, was natürlich zu Kursschwankungen führen kann.

Es gilt immer die Pro und Contras eines möglichen Investments zu beachten und sich vor allem nicht von populistisch aufgemachten Newslettern oder Börsenbriefen blenden zu lassen. Natürlich können Artikel solcher Anbieter gelesen werden, man sollte anschließend jedoch die heutigen Möglichkeiten nutzen und selbst alle nötigen Informationen einholen, die wirklich entscheidend und richtungsweisend für das Investment sind.