Anleihen selektieren

Anleihen von Wasserunternehmen können als interessante Investmentmöglichkeit gesehen werden. Vor allem in schwierigen Situation, wo der Aktienmarkt sich bereits überhitzt hat, kann es von Vorteil sein, Anleihen zum eigenen Portfolio hinzuzufügen. Jedoch sollte man dort deutlich von „gut“ und „schlecht“ unterscheiden können und vor allem die richtigen Anleihen auslesen können. Dies gilt natürlich für alle Anleihen, ganz gleich aus welchem Sektor diese stammen.
Davon ausgehend dass wir uns in einem deflationären Umfeld befinden, muss bei der Anleihenauswahl berücksichtigt werden, auf Unternehmen zu setzen, die eine geringe Verschuldung haben

Die Anleihe von Mueller Water Products(A0TH5K9) scheint bei einem Kurs von 102,95 und einem Kupon von 7,375 zuerst attraktiv zu erscheinen. Doch, das Unternehmen weist einen hohen Verschuldungsgrad auf. Derzeit liegt dieser bei 1,83. Kennzahlen über 1 deuten darauf hin, dass das Unternehmen sein Wachstum durch Aufnahme von Schulden finanziert hat.
Nun ist es oft der Fall, dass hochverzinsliche Anleihen von hoch verschuldeten Firmen besonders gefährdet sind, da in einem deflationären Umfeld die Zahl der Unternehmensinsolvenzen oft stark steigt.

Dies ist natürlich nur ein Punkt, wenn auch ein wichtiger, der analysiert werden muss, bevor Anleihen eines Unternehmens gekauft werden wollen.

Weiterhin sollte man beim Anleihenkauf auf folgendes achten:

Fremdwährungsanleihen? – Wenn ja, dann das Währungsrisiko abzusichern. Andernfalls sind die Risiken proportional gesehen zum möglichen Ertrag zu groß.

Rating des Unternehmens?

Laufzeit? – Allgemein, umso länger die Laufzeit, umso höher das Risiko

Zinsentwicklung? – Wie wird die künftige Zinsentwicklung eingeschätzt? – Derjenige der langfristig mit stagnierenden oder noch weiter rückläufigen Zinsen rechnet, sollte sich die aktuellen Marktzinsen mit lang laufenden Anleihen sichern. Wer hingegen von einem mittelfristigen Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus ausgeht, sollte eher kurzfristige Anleihen bevorzugen, um das Risiko von Kursrückgängen bei einem Zinsanstieg zu reduzieren.

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