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Wasser- Das blaue Gold der Zukunft

 

Der Zugang zu Wasser wird als grundlegendes Menschenrecht angesehen und von vielen als selbstverständlich betrachtet. Durch die rasant wachsende Weltbevölkerung und durch den immer stärker steigenden Wasserbedarf wird Wasser jedoch mehr und mehr zu einer kostbaren und begehrten Ressource.
2/3 der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Jedoch sieht die Aufteilung folgendermaßen aus:


97,5 % der weltweiten Wasservorkommen sind Salzwasservorkommen
2,5 % der weltweiten Wasservorkommen sind Süßwasservorkommen
Die 2,5 % Süßwasser unterteilen sich wiederum in:

68,9 % Eis der Gletscher
30,8 % Grundwasser
und nur 0,3 % der Süßwasservorkommen fallen auf Seen und Flüsse ab

Die Vereinten Nationen erwarten, dass die Welt im Jahr 2025 bis zu 40 Prozent mehr Wasser verbrauchen wird als heute. Vor allem die wachsende Bevölkerung und die veränderten Ernährungsgewohnheiten sorgen in den nächsten Jahrzehnten für einen steigenden Wasserbedarf. Der stetig verbesserte Lebensstandard in den Schwellenländern bringt gleichzeitig den Einsatz von mehr Wasser mit sich. Hier wird der westliche Lebensstil, welcher sehr wasserintensiv ist, als Orientierung genommen. Nach UNESCO Angaben verbrauchen die Bewohner der Industrieländer rund zehnmal so viel Wasser am Tag wie die Bewohner in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Da aber weiterhin 70% des weltweiten Wasserverbrauchs auf die Landwirtschaft entfallen, kennzeichnet sich auch hier durch die steigende Bevölkerungszahl und der damit einhergehenden steigenden Nachfrage nach Lebensmittel ein zunehmender Wasserverbrauch an.

In den westlichen Staaten wurden seit vielen Jahren keine größeren Investitionen der öffentlichen Hand in die Wasserinfrastruktur mehr getätigt. Hier ist die Sanierung und Modernisierung einer ineffizienten und veralteten Infrastruktur in den nächsten Jahren dringend erforderlich. Knapp 30 Millionen Liter Wasser versickern täglich in der Erde. Auch die Wasserwerke sind veraltet und sanierungsbedürftig. Große Teile der Wasserinfrastruktur in den USA sind über 100 Jahre alt. Aus diesem Grund schätzt die amerikanische Umweltbehörde EPA, dass in den nächsten Jahren jährlich ca. 138 Mrd. Dollar in die dringend erforderliche Modernisierung der amerikanischen Wasserinfrastruktur investiert werden muss. Die OECD schätzt, dass zwischen 2010 und 2030 weltweit mehr als 40 Billionen Dollar in den Ausbau und Erhalt der gesamten Infrastruktur gesteckt werden müssen. Den höchsten Bedarf hat hier der Wassersektor mit einem jährlichen Investitionsvolumen von 900 Milliarden Dollar, gefolgt vom Straßenbau mit 270 Milliarden Dollar und der Energieversorgung von 210 Milliarden Dollar. Chinas Regierung hat 2011 angekündigt, bis 2021 rund 580 Milliarden Dollar in die Wasserversorgung und -aufbereitung zu investieren.

Ein Ansatz, das Problem der Wasserknappheit zu beseitigen, ist die Möglichkeit der Meerwasserentsalzung. Bei dieser Alternative werden Salz und andere Mineralien aus dem Meerwasser entfernt. 70 % des Süßwasserbedarfs im Nahen Osten und vor allem in Saudi-Arabien werden jetzt schon durch die Möglichkeit der Meerwasserentsalzung gedeckt.

Die Versorgung mit Trinkwasser ist eine der Schlüsselaufgaben des 21. Jahrhunderts. Rund um das Wasser und seine Aufbereitung hat sich mittlerweile ein Milliardenmarkt entwickelt.
Angesichts der Verknappung dieser Ressource, der schnell wachsenden Weltbevölkerung und des hohen Investitionsbedarfs in den nächsten Jahren dürfte Wasser wirtschaftlich weiter an Bedeutung gewinnen.